Ray Dolby & Die Dolby Laboratories

Über Ray Dolby:

Ray Dolby, Vorsitzender und Gründer von Dolby Laboratories, Inc., wurde 1933 in Portland, Oregon, geboren. Von 1949 bis 1952 arbeitete er an verschiedenen Audio- und Geräteprojekten bei der Ampex Corporation. In den Jahren 1952—57 war er hautsächlich verantwortlich für die Elektronischen Details des ersten Videorekorders, von Ampex. 1957 bekam er von der Stanford University den Titel "Bachelor of Science". (Science = Physik) Er verließ Ampex, um seine Studien an der Universität Cambridge in England fortzusetzen, wo er Doktor der Physik wurde. Während seiner letzten Jahre in Cambridge arbeitete er auch als Berater der britischen Atomenergiebehörde. 1963 nahm Dolby für zwei Jahre eine Berufung zum Berater der Vereinten Nationen in Indien an. 1965 kehrte er dann nach England zurück, um in London die Dolby Laboratories zu gründen. (Foto)

 

 

 

Dolby Noise Reduktion

Das erste Produkt der Firma war Dolby A-Type Noise Reduction (=Geräuschreduktion), das automatisch das Rauschen und Geräusche im Hintergrund bei Aufnahmen in Musikstudios o.Ä. reduzierte. Z.B. wurde damit am Anfang  das Rauschen in den Aufnahmen der Gruppe ABBA gefiltert. Es war so Effektiv, das es bald in allen Tonstudios der Welt vorhanden war. Es wurde zu allen Musikaufnahmen in den 60 & 70 Jahren verwendet. Später wurde auch ein vereinfachtes Rauschreduktionsgerät, Dolby B-Type, für den Heimgebrauch und Audio Kassetten, entwickelt.

 

 

Dolby Stereo

In den nächsten Jahren beschäftigten sich die Dolby Laboratories hauptsächlich der Suche nach geeigneten Tonformaten fürs Kino. Seit 1940 wurde der Ton in den Kinos nämlich von einer optischen Tonspur neben den Bildern auf dem Filmstreifen wiedergegeben, was sich dann qualitativ ändern sollte. Der optische Soundtrack wurde in einen magnetischen Tonstreifen umgewandelt, von dem dann Hifi Stereo Sound wiedergegeben werden konnte. (War aber damals noch sehr teuer.) Damit war Dolby Stereo erfunden. 1977 war StarWars der erste Film, der in Dolby Stereo gezeigt wurde. Auch in den ersten Heimkinoanlagen war Dolby Stereo bekannt geworden.

 

Dolby SR

Mitte der 80er Jahre erfand Ray Dolby ein neues, kraftvolles Tonsystem, dass er "Spectral Recording" oder "SR" nannte. Zu dieser Zeit wurde auch die digitalen Aufnahmesysteme bekannt, was aber damals noch sehr kostspielig war. Dolby SR (analog) war sogar besser, als die neuen Digitalen Verfahren, wie PCM (heute noch bekannt). Dolby SR wurde schnell zum Standart Soundtrack für fast alle Kinofilme. 

1981 wurde Dolby SR auch für Audiokassetten verwendet, unter dem Namen Dolby S-Type. SR Kassetten von Dolby sind heute noch so gut, dass man sie selbst beim genausten hören nicht von einer Audio CD unterscheiden kann.

 

 

Dolby Digital

Für Dolby folgte dann der der Einstieg in die Digital Mehrkanaltonformate. Wie man auf der Grafik rechts sieht, brauchten Digital Stereoformate wie PCM mit 1536 kbps sehr viel Speicherplatz, was deren Unterbringung auf den Filmstreifen schwierig macht. Dolby erfand also ein Digitales System, dass zwar komprimierter und von der größe viel kleiner war, aber immernoch sehr hohe Qualität brachte, sogar bei 6 Kanälen. 

 

 

Seine Premiere machte Dolby Digital mit dem Erscheinen des Film "Batman Returns" im Jahr 1992. Er war somit der erste Film, der mit 6 Kanälen ausgestattet war.  Heute ist Dolby Digital, wie auch das etwas ältere Dolby Surround, das bekanntest Soundformat der Welt, sowohl im Kino, als auch im Heimkino oder auf DVD.

 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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